Hashimoto kann mich mal

Raus aus der Depression - zurück ins Leben

Auf einmal konnte ich nicht mehr durchschlafen. Alle 10 Minuten fiel mein Blick auf die Uhr, weil ich wissen wollte, wie viel Zeit mir noch zum Schlafen blieb. 

Meine Nerven wurden immer sensibler.

Es wurde immer offensichtlicher, dass mir das Lernen immer schwerer fiel, weil ich mir einfach nichts mehr merken konnte. 

Unbewusst wurde ich immer dicker und dicker. Erst als ich mich auf einem Foto unserer Abschlussfeier sah, ist mir aufgefallen, wie dick ich geworden war.

Ich konnte morgens nicht mehr aufstehen. Es war eine Qual und bereitete mir Schmerzen, die ich nicht beschreiben konnte.

Wenn andere bereits im T-Shirt rumliefen, brauchte ich immer noch einen Pullover, weil mir ständig kalt war.

Auf einmal war das Leben so schwer, dass ich es kaum ertragen konnte. Ich wurde immer ruhiger und freudloser.

Ich bin Andrea

Als ich anfing an mir selbst zu zweifeln, bekam 2009 mein körperlich-seelisches Unbehagen einen Namen: "Hashimoto Thyreoiditis".

Als ich 2009 die Diagnose Hashimoto Thyreoiditis bekam, war ich im ersten Moment erst einmal erleichtert; war diese Diagnose auch gleichzeitig die Erklärung für alles, was ich fühlte.

Die Bedeutung "Autoimmunerkrankung" habe ich für mich erst Jahre später bewusst geklärt. Nämlich dann, als ich begriff, warum ich diese Erkrankung bekommen hatte.

Jahrzehnte habe ich alle Warnsignale ignoriert, bin ständig über meine Grenzen gegangen, musste es mir immer wieder selbst beweisen und war vom Ehrgeiz getrieben. Ja, Arbeit war mein Hobby, mein Spielplatz, mein Raum der Selbstverwirklichung und nebenbei wollte ich dann auch noch eine gute Mutter und Ehefrau sein.

Nach 5 weiteren Jahren ohne Lebensfreude hatte ich Ende 2014 die Schnauze voll und habe entschieden "Hashimoto kann mich mal". Welche Bewegung durch diese Entscheidung in mein Leben kam und wie mein Leben immer besser und besser wurde, darüber schreibe ich in meinem Blog.

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